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Der deutsche Wald im Klimawandel - Probleme und Chancen

Vortrag und Diskussion mit Matthias Wenzel, Waldexperte

Zu einem Vortrag und Diskussion mit Matthias Wenzel, Waldexperte, laden die Kreisverbände Emmendingen und Ortenau der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die Unabhängigen Bürger (UB) nach Denzlingen, Einbollenstüble, Denzlingen, ein:

"Der deutsche Wald im Klimawandel – Probleme und Chancen“ mit Matthias Wenzel, Waldexperte, Dipl.-Forstwirt

Am Dienstag, den 10.10.2023, 19:30 Uhr, Einbollenstüble, Zum Einbollen 1, 79211 Denzlingen

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„Lange Zeit war die Rolle des Waldes im Klimawandel ein Orchideenthema für Fachleute“ so der Waldexperte Diplom-Forstwirt Matthias Wenzel. Seit etwa 2018 beunruhigen dramatische Bilder von zunehmenden Waldbränden im Mittelmeerraum, flächig absterbenden Fichtenwäldern oder gipfeldürren Buchenwäldern in der Oberrheinebene die Öffentlichkeit. Der Wald wird immer stärker als Opfer des Klimawandels erkannt. Doch in welchem Ausmaß ist er dies, und wohin wird die Reise gehen? Und ist er nicht auch eine Kohlenstoffsenke und Wasserspeicher –und damit ein Gestaltungsmittel – in Zeiten der Erderhitzung?

Parallel steht der Umgang mit dem Wald seit 2018 besonders in der Kritik.
Waldexperte Wenzel meint: „Unsere Forstwirtschaft ist zu einem Streitpunkt der Weltanschauungen geworden. Auf der einen Seite übertrumpfen sich immer extremere Meinungen bis dahin, jegliche Holznutzung sofort einstellen zu wollen. Auf der anderen Seite gibt es teils ausgesprochen unrealistische Vorstellungen dazu, welche Kohlenstoffspeicherung durch die Nutzung von Wäldern zu erreichen ist.“ Für absurd hält er die damit verbundene Hoffnung, dass man sich in seiner materiellen Lebensführung vielleicht gar nicht so einschränken müsse, wenn man irgendwo auf der Welt nur genügend aufforste.

Matthias Wenzel rät dazu, in dieser strittigen Diskussion zunächst die Faktenlage zu betrachten: Welche Faktoren können vom Menschen tatsächlich beeinflusst werden, um den Wald zur Milderung des Klimawandels („Mitigation“) zu nutzen. Dabei sind diese Fakten – ähnlich wie die Fakten über den Klimawandel selbst – bekannt und wissenschaftlich kaum umstritten.

Zum Schluss des Vortrags gibt der Waldexperte einen Ausblick, wie ein vernünftige und möglichst vielen Interessen gerecht werdender Umgang mit dem Wald im Breisgau aussehen könnte.

 

Der Referent:

Nach einem Abschluss als Diplom-Forstwirt im Jahr 1996 an der Universität Freiburg hat Matthias Wenzel 1998 die große forstliche Staatsprüfung abgelegt. Er ist vom Regierungspräsidium Freiburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Forsteinrichtung, Waldbewertung und Waldnaturschutz.

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