Monsanto auf Deutsch -Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen
Jörg Bergstedt stellte sein gleichnamiges Buch auf Einladung des ÖDP-Kreisverbandes im Mühlencafe vor
“Ich rate jedem die Internetseiten und Broschüren der Gentechnikbefürworter zu lesen, da stehen witzige Dinge drin”, eröffnete Jörg Bergstedt sein Referat. So wurden die knapp dreißig Zuhörer im Mühlencafe zunächst mit einem langen Orginaltext konfrontiert, der einem Genehmigungsgesuch eines Freilandversuchs mit genetisch veränderten Pflanzen von der Firma Monsanto beigefügt war, in dem von dem geringen wissenschaftlichen Wert eben jenes Versuches ausgegangen wird. “Natürlich wurde auch hier genehmigt”, meinte dazu lapidar der Referent.
Just an dem Tag, an dem in der Frankfurter Rundschau auf der ersten Seite berichtet wurde, dass Hessens Ministerpräsident Volker Bouvier vor mehreren Jahren darin verwickelt gewesen sein soll, als Bergstedt für mehrere Tage zu Unrecht in Haft genommen wurde, trat der bei etlichen Behörden und staatlichen Stellen ungeliebte Umweltaktivist im Denzlinger Mühlencafe auf. Der Kreisverband der ÖDP hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Feldversuche der Agro-Gentechnikfirmen stünden nicht unter einer Ernst zu nehmenden Kontrolle, so Bergstedt in seinem detailreichen, unterhaltsamen und mit Humor vorgetragenem Referat. Er wolle aufklären über einen „unglaublichen Sumpf von Vettern- und Günstlingswirtschaft.“ Er wies in seinem Vortrag zunächst nach, dass viele kleine, offiziell eigenständige Gentechnikfirmen, lediglich als Tarn- und Briefkastenfirmen existierten. Von ihm namentlich genannte Geschäftsführer von Gen-Firmen seien gleichzeitig Repräsentanten der öffentlichen Forschung und /oder Mitarbeiter in den Aufsichtsbehörden. Auf diese Weise lasse sich „effektiv arbeiten: Kurze Dienstwege quasi von Synapse zu Synapse!“ Seine Aussagen seien alle „bereits landesgerichtlich überprüft“ und er dürfe sie mittlerweile in der Öffentlichkeit wieder verbreiten, da sie nachweislich den Tatsachen entsprächen.
Obwohl alle Umfragen ergäben, dass ein Großteil der Bevölkerung gegen den Einsatz Gentechnikveränderter Lebensmittel sei, säßen in den Behörden, Ämtern und Geldvergabestellen fast ausnahmslos Befürworter. Das beweise auch die nahezu 100prozentige Genehmigungserteilung bei Freilandversuchen. Geforscht würde allerdings nur sehr selten. Es sei auffällig, dass gerade dort Versuchsfelder angelegt würden, wo eine unmittelbare Nähe zu den offiziellen Genbanken vorhanden seien. „Das heißt, dass im Laufe der Zeit sämtliche Sorten mit Gentechnikverändertem Erbgut in Kontakt treten werden.“ Ob dies beabsichtigt sei könne er nicht beweisen, es sei allerdings auffallend. Auch seien die Sicherheitsauflagen völlig unzureichend. Ein vorgeschriebener Mäusezaun halte zwar keine Mäuse ab, so ihm gegenüber die Leiterin eines Versuchsfeldes, sei aber von der Behörde abgenommen und damit sei den Vorschriften gedient. Im Detail ging Bergstedt auf weitere Absurditäten ein.
Die Unterschiedlichkeit der Parteien im Wahlprogramm verwässere sich in der Realpolitik zu einer Einheitssauce pro Gen-Technik. Die entsprechenden Landesregierungen würden sich in der Genehmigungspraxis nicht unterscheiden. So habe noch die Rot-Grüne Bundesregierung einem Lobbyverband 38 Mio. Mark überwiesen, dessen nach seiner Satzung einzige Aufgabe es ist, die Segnungen der Gentechnik in der Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Die ÖDP gehört auch zu den Ja-Sagern
Der Kreisverband der ÖDP sagt „JA“ zum Ausstieg aus dem Projekt Stuttgart 21. Auf Landesebene hat sich aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen, Organisationen und Parteien ein Bündnis gebildet, das dazu beitragen will, dass am 27. November das überdimensionierte Millliardenprojekt Stuttgart 21 doch noch gekippt werden kann.
Aus diesem Grunde haben wir uns dem kreisweiten Bündnis zur Unterstützung der JA-Kampagne angeschlossen. In Denzlingen sind wir auch bei der lokalen Initiative mit dabei.
Für uns als ÖDPler ist es auf alle Fälle eine schöne Sache, dass durch die Volksabstimmung ein wenig direkte Demokratie auch in Baden-Württemberg Einzug hält. Als Kreisvorsitzender möchte ich Sie sehr herzlich dazu einladen, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt den Gedanken der direkten Demokratie, damit es in Zukunft nicht bei einer Eintagsfliege bleiben möge!
Es grüßt Sie herzlich
Axel Weniger
Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen
Referent: Jörg Bergstedt, BuchautorDienstag, 25. Oktober 2011, 19.30 UhrGasthaus Schwanen, Stadtstraße 87, 79104 Freiburg-Herdern (Buslinie 27)und
Mittwoch, 26. Oktober 2011, 19.00 UhrMühlenCafe, Hauptstr. 146, 79211 DenzlingenEintritt ist kostenfrei, eine Spende wird erbeten
Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder werden intensive Kontakte zwischen dem Konzern und diversen Aufsichtsbehörden aufgedeckt.
Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder mit gentechnisch verändertem Saatgut angelegt?
Gleichzeitig spricht sich 80 Prozent der Bevölkerung gegen „Gentechnik“ im Essen aus. Warum fließen allgemeine Steuergelder im landwirtschaftlichen Forschungsbereich zum überwiegenden Teil in die Gentechnikforschung?
„Ein Blick hinter die Kulissen der Gentechnik-Konzerne mit ihren mafiosen Strukturen und skandalöse Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwiegende Ablehnung der Bevölkerung und der gesetzlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind viele relevante Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und Ministerien mit Gentechnikbefürwortern besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden.“ so Jörg Bergstedt.
„Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert.“ meint der Gentechnik-Insider. Er geht sogar soweit, dass er behauptet: „Deutsche Genfelder sind nichts als Fördermittelbetrug, Schlamperei und der Wille, die Auskreuzung aktiv herbeizuführen.“ Die Beweisführung dafür ist am Vortragsabend geplant.
Der Referent und Buchautor ermuntert mit dem Appell: „Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.“
In seinem Vortrag geht Bergstedt darauf ein wie dieser Widerstand aussehen könnte. Er durchleuchtet die „Seilschaften“ zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen. Er stellt die Firma (BioOK), eine Behörde (BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), das wichtigste deutsche Forschungszentrum AgroBioTechnikum (nahe Rostock) und den Lobbyverband InnoPlanta mit jeweiligen Firmengeflechten vor.
Jörg Bergstedt, seit über 30 Jahren aktiv in der Umweltbewegung, unter anderem als „Feldbefreier“ und „Feldbesetzer“ ist Autor zahlreicher Fachbücher. Seine Recherchen über die Seilschaften der Agro-Gentechnik hat er im Buch "Monsanto auf Deutsch" veröffentlicht.
Ausschnitte aus einem Vortrag von und mit Jörg Bergstedt:
http://www.youtube.com/watch?v=KgGHST8gESg
ÖDP: Wahlergebnis ist gute Ausgangsbasis für nächste Wahlen - Spitzenwert in Denzlingen
Mit den erreichten 1,5 Prozent der Wählerstimmen im Landkreis Emmendingen zeigte sich der Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Axel Weniger erst mal zufrieden: “Wir haben unsere Stimmen im Kreis nahezu versiebenfacht! Und das bei einer für uns ungünstigen Ausgangssituation.” Eine hohe Wahlbeteiligung komme einer kleinen Partei in der Regel nicht entgegen.
“Wer die ÖDP gewählt hat, ist von unseren Programminhalten überzeugt” ist sich auch Bettina Koch, die Landtagskandidatin sicher: “Dass wir in den Landtag einziehen war unwahrscheinlich, dennoch ist es uns gelungen viele Menschen für unsere Ziele zu gewinnen.“ Sie habe enorm viel Zuspruch im Wahlkampf erhalten: “Die Menschen, die unsere Veranstaltungen besucht haben, waren aufgeschlossen und uns freundlich gesinnt. Ich bin mir sicher, dass wir noch mehr Stimmen erhalten hätten, wäre es nicht auf einen Mappus Ja-Nein Wahlkampf hinausgegangen.”
In ihrer Heimatgemeinde Denzlingen konnte sie mit 2,52 Prozent der Wählerstimmen einen Spitzenwert einfahren und landete nur knapp hinter der FDP auf Rang 5. Sie bedankte sich bei allen Wählern, Helfern und Unterstützern. Auch das landesweite Ergebnis stimmt sie zuversichtlich. Immerhin konnte die ÖDP ihre Stimmenzahl verdoppeln und erreichter mit über 42000 Stimmen 0,9 Prozent. Hauptziel ihres Wahlkampfes sei es gewesen, den Bekanntheitsgrad der ÖDP zu erhöhen und das Interesse an den guten Inhalten des Programms zu steigern. Dies sei auf jeden Fall erreicht.
“Ich habe im Wahlkampf oft gehört, wie wichtig es den Menschen ist, dass es mit der ÖDP eine Partei gibt, die völlig unabhängig von Firmenspenden agiert. Wir konnten einige Mitglieder neu gewinnen und schauen weiter nach vorn. Ziel ist es, bei den kommenden Kommunalwahlen in einige Gemeinderäte und auch in den Kreistag einzuziehen.” zeigt sich Weniger zuversichtlich.
Termine im März
Energie – morgen noch bezahlbar? Ist Atomkraft der Ausweg?
Referent: Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Buchner, Atomphysiker
am Donnerstag, 17. März 2011, 19:00 Uhr
Weinstüble "der Grieche", Bismarckstr. 10, 79183 Waldkirch
am Samstag, 19. März 2011, 19:00 Uhr
Posthorn, Eisenbahnstraße 24, 79336 Herbolzheim
Politik, die arm macht!
Referent: Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Buchner
Freitag, 18. März 2011, 19.30 Uhr
Gasthaus Schwanen, Stadtstraße 87, 79104 Freiburg-Herdern (Buslinie 27)
ÖDP-Politischer Frühschoppen mit Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Buchner zum Thema:
Politik, die arm macht
Sonntag, 20. März 2011, 12.30 Uhr
im MühlenCafe
Hauptstraße 146, Denzlingen
Eintritt ist kostenfrei, eine Spende wird erbeten
Zum Referenten:
Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Buchner (70) arbeitete an der TU München, am Max-Planck-Institut für Physik in München und in Kyoto/Japan am Institut von Prof. Yukawa, dem Entdecker der Kernkräfte. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Messina/Italien und Träger der Goldenen Verdienstmedaille der Universität Breslau/Polen. Von 2003 bis 2010 arbeitete er als Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Er begleitete aktiv in seiner Amtszeit unter anderem die erfolgreiche Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Parteienfinanzierungsgesetz. Auch bei der höchstrichterlichen Auseinandersetzung um das Elterngeld oder den EU-Reformvertrag wirkte er maßgebend mit.
Politik die arm macht:
In den vergangenen zehn Jahren sind die Wirtschaftsleistung und das gesamte Vermögen in Deutschland stark angestiegen. Trotzdem ist in weiten Teilen der Bevölkerung der Lebensstandard nicht entsprechend gestiegen, sondern oft sogar gesunken. Diese Entwicklung hing nur wenig von den gerade regierenden Parteien ab. Was sind die Gründe? Kann diese Entwicklung überhaupt noch beeinflusst werden? Die Krisen der letzten Jahre geben Hinweise auf die Lösung.
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) freut sich auf viele Besucher. Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich Stephan Heider der Landtagskandidat für den Wahlkreis 47 Freiburg II vor.
Weitere Hinweise:
Landtagskandidat Stephan Heider stellt sich Bürgerinnen und Bürgern auch im Rahmen von Informationsständen vor:
ÖDP-Infostand am Samstag, 19. März von 10-14 Uhr in der Freiburger Innenstadt, Berthold-/Universitätsstraße
ÖDP-Infostand am Samstag, 26. März von 10-14 Uhr in der Freiburger Innenstadt, Kaiser-Joseph-/Wasserstraße
Bei den Infoständen finden Sonderaktionen zu Gunsten des Esquinas-Regenwald in Costa Rica statt: Weitere Infos hierzu
www.regenwald.at.
Energie – morgen noch bezahlbar? Ist Atomkraft der Ausweg?:
Unsere Erdölvorräte reichen bei gleich bleibender Nutzung nur noch wenige Jahrzehnte. Der Klimawandel erfordert einen schnellen Umstieg auf schadstofffreie Kraftwerke. Ist Atomkraft die Lösung?
Im Vortrag verdeutlicht der Atomphysiker Klaus Buchner die wichtigsten Probleme dieser Energieform: Die Sicherheit, die Radioaktivität, die auch im Normalbetrieb freigesetzt wird, die Endlagerung und die Notwendigkeit hoher Subventionen aus Steuermitteln. Der bekannte und profilierte Experte Buchner war früher ein Befürworter der Kernenergie. Durch seinen Blick hinter die Kulissen wurde er ein großer Kritiker und ist nun Verfechter alternativer Energien. Seine Vorträge und Forschungen brachten ihn nach Japan und in viele Länder Europas und Amerikas. Er zeigt auch auf, dass es gerade vom wirtschaftlichen Standpunkt aus nötig ist, unsere Stromversorgung bis zum 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) freut sich auf viele Besucher. Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich Bettina Koch die Landtagskandidaten für den Wahlkreis 49 Emmendingen vor.
Termine im Januar
Deutschland 21 – ist die Zeit reif für mehr direkte Bürgerbeteiligung?
mit
Sebastian Frankenberger, Initiator des Volksentscheids zum strengen Nichtraucherschutz in Bayern, ÖDP-Bundesvorsitzender
und
Bernd Richter, Spitzenkandidat der ÖDP zur Landtagswahl 2011
Am Freitag, 14. Januar 2011, 15.00 Uhr
Heiliggeist Stüble
Münsterplatz 15
79098 Freiburg
Über den Bürgerprotest in Baden-Württemberg, von Stuttgart-21 und Baden-21 zum Volksentscheid auf Bundesebene?
Wie könnte moderne Demokratie in Zeichen von WikiLeaks, Facebook und StudiVZ aussehen?
Außerparlamentarische Politik ist möglich, dies zeigen immer wieder Bürger- und Volksentscheide. Allein das Ringen um transparente Entscheidungswege mobilisiert oft schon die Bevölkerung.
Ihre Gesprächspartner berichten über Chancen, Risiken und Erfahrungen mit direkter Demokratie und stellen sich ihren Fragen.
Sebastian Frankenberger, Notfallseelsorger und Kostümtheater-Stadtführer, ist als Initiator des Volksentscheids zum Nichtraucherschutz in Bayern bekannt geworden. Geschickt organisierte er die Nichtraucherkampagne mit Hilfe von Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Trotz kleinem Etat mobilisierte er eine große Mehrheit der Bevölkerung gegen den erklärten Willen der regierenden CSU/FDP-Regierung und der spendenfreudigen Gastronomielobby. Seit Monaten ist er in den Medien und Talkshows neben Heiner Geißler als der profilierteste Verfechter für Bürger- und Volksentscheide zu beobachten. Der Passauer Stadtrat ist Mitglied im bayerischen Landesvorstand von Mehr Demokratie e.V. und seit November 2010 Bundesvorsitzender der ÖDP.
Bernd Richter, Stadtrat und Kreisrat in Schramberg, steht seit 2002 an der Spitze der ÖDP in Baden-Württemberg. Der frühere Lehrer lehnt Stuttgart 21 ab und organisiert den Widerstand zu diesem Projekt im Landkreis Rottweil. Als Spitzenkandidat führt er die ÖDP in den Landtagswahlkampf im März 2011.
Frankenberger stellt sich Bürgerinnen und Bürgern auch im Rahmen eines Informationsstandes der ÖDP am Samstag, 15. Januar von 10-13 Uhr in der Freiburger Innenstadt, Kaiser-Joseph-Straße Ecke Engelstraße erleben.
Bitte geben Sie uns bis 11. Januar per E-Mail oder Fax Bescheid, ob Sie teilnehmen können (oedp-emmendingen [at] freenet [dot] de oder 07666/ 9379494). Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Wer regiert unser Land? Repräsentative Demokratie zwischen Lobbyismus und Bürgerbeteiligung?
Referent: Sebastian Frankenberger, Initiator des Volksentscheids zum strikten Nichtraucherschutz in Bayern, ÖDP-Bundesvorsitzender
Samstag, 15. Januar 2011, 19.30 Uhr
im Kartoffel Hof,
Bismarckstr. 21, Emmendingen
Eintritt ist kostenfrei, eine Spende wird erbeten
Treibt die Pharmalobby Krankenkassenbeiträge nach oben? Verlängert die Energielobby die Laufzeiten von Atomkraftwerke? Führt die Öl- und Energielobby den Krieg im Irak? Verhindert die Agrarlobby, den Abbau von Subventionen – zum Schaden der ohnehin schon armen Bauern in Afrika und Südamerika?
Viele Bürgerinnen und Bürger haben das Vertrauen in die aktuell bekannte Politiker-Riege verloren. Besonders die so genannten Volksparteien verlieren stetig an Mitgliedern und Wählern. So manche politische Entscheidungen in den letzten Jahren lassen viele daran zweifeln, ob Politiker überhaupt noch unabhängig und frei agieren.
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) tritt als einzige politische Partei dafür ein, dass Spenden von Konzernen und Verbänden an die Politik, an Parteien und Politiker verboten werden. Auch Organisationen wie Lobbycontrol oder Transparency International unterstützen diese Forderung.
Die Ökodemokraten gehen selbst mit gutem Beispiel voran und lehnen Firmenspenden satzungsgemäß ab.
Doch wie könnte das neue demokratische Zeitalter und eine aktive Bürgergesellschaft aussehen?
Über diese Fragen referiert und diskutiert Sebastian Frankenberger. Über 2 Mio. Wahlberechtigte haben den von Frankenberger organisierten Volksentscheid für strengen Nichtraucherschutz unterstützt. Er berichtet von diesem Erfolg und deckt die Verflechtung von Lobbyorganisationen und Politik auf. Der ÖDP-Politiker engagiert sich für Volksentscheide auf Bundesebene und auf der Seite der Kopfbahnhof-Befürworter in Stuttgart.
Politischer Frühschoppen mit Sebastian Frankenberger:
Über Stuttgart 21 und Baden 21 zum Volksentscheid auf Bundesebene?
Politik-Talk über moderne Demokratie und aktive Bürgergesellschaft
Referent: Sebastian Frankenberger, Initiator des Volksentscheids zum strikten Nichtraucherschutz in Bayern, ÖDP-Bundesvorsitzender
Sonntag, 16. Januar 2011, 11.30 Uhr
im MühlenCafe
Hauptstraße 146, Denzlingen
Eintritt ist kostenfrei, eine Spende wird erbeten
Am Sonntagmorgen diskutiert der von den Medien als „Nichtraucherpapst“ titulierte Politiker Sebastian Frankenberger mit Bürgerinnen und Bürgern über seine Ansichten einer modernen Demokratie in Zeiten von Internet, WikiLeaks, Facebook und StudiVZ. Über 2 Mio. Wahlberechtigte haben den von Frankenberger organisierten Volksentscheid für strengen Nichtraucherschutz in Bayern unterstützt. Der Ökodemokrat engagiert sich für Volksentscheide auf Bundesebene und auf der Seite der Kopfbahnhof-Befürworter in Stuttgart.
ÖDP: Live-Übertragungen von Ratssitzungen
Bettina Koch, die Kandidatin der ÖDP für die Landtagswahl 2011 fordert, Ratssitzungen im Internet zu übertragen
„Mehr Transparenz auf allen Ebenen politischer Entscheidungen” fordert die Öko-Demokratin Koch. Sie regt nun an, öffentliche Teile von Stadtrats- Gemeinderats- oder Kreistagssitzungen live im Internet zu übertragen. „Die Schlichtung um Stuttgart 21 hat bewiesen, dass sich sehr viele Menschen auch für politische Diskussionen mit komplexen Sachverhalten interessieren.” Die technischen Möglichkeiten seien heutzutage vorhanden. Man könne Webcams in Sitzungsräumen installieren und dann relativ problemlos live ins Internet übertragen. „Die Sitzungen sind zwar öffentlich, aber viele Bürger haben Schwierigkeiten eine Teilnahme zu organisieren oder schlicht Schwellenängste.“
Koch ist überzeugt, dass in Zeiten von Politik- und Parteienverdrossenheit Zeichen für mehr Transparenz und Bürgermitbestimmung gesetzt gehören: „Sicherlich werden viele dieses Angebot am heimischen PC auch nur Teile einer Sitzung virtuell beizuwohnen annehmen. Eine Live-Übertragung könnte bequem und flexibel, denn zwischendurch können z.B. die Kinder ins Bett gebracht werden, verfolgt werden. Auch die Demokratie ist in Zeiten von WikiLeaks, Twitter, Facebook im Wandel. Nutzen wir die neue Möglichkeiten der heutigen Medien!“
Um zur Landtagswahl im März zugelassen zu werden, benötigt Bettina Koch bis Ende Januar noch Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten im Landkreis Emmendingen.
„Zwei Grad Ziel" ist erreichbar
Am vergangenen Donnerstag wurde, auf Einladung des Kreisverbandes der ÖDP, im ROCCA Saal in Denzlingen die wissenschaftliche Studie "Global, aber Gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen" vorgestellt.
Zunächst empfahl sich Bettina Koch als Landtagskandidatin der ÖDP , ehe der Philosoph und Ökonom Martin Kowarsch, Mitautor der Studie, vor den zahlreichen Besuchern referierte, warum Klimaschutz insbesondere für die ärmsten Länder der Erde so wichtig ist.
Denn diese würden am heftigsten von den Klimafolgen getroffen, wie Kowarsch am Beispiel Subsahara-Afrika und der sich dort ändernden Niederschlagsmuster zeigte. Der Klimawandel sei bereits spürbar, es gehe nur noch um die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf maximal zwei Grad, da ein Überschreiten dieses Wertes vermutlich „Kippschalter" umlegen würde, die irreperable und verheerende Auswirkungen auf das globale Klimasystem haben könnten. Doch sei ehrgeiziger Klimaschutz und der dafür nötige radikale Umbau der globalen Energiesysteme sehr wohl noch möglich, ohne die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere für die armen Länder zu gefährden. Notwendig sei dafür aber rasches und konsequentes Handeln und die Einrichtung eines globalen, alle Sektoren übergreifenden Emissionshandels im Rahmen eines fair ausgehandelten "Global deals".

Bürgermeister Markus Hollemann, Martin Kowarsch, Bettina Koch (Landtagskandidatin) und Markus Meyer-Rettberg (Ersatzkandidat) bei der Nachbesprechung des Vortrags
"Global, aber Gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen"
"Global, aber Gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen"
Unter diesem Motto lädt der Referent Martin Kowarsch, Philosoph, Ökonom und Mitautor der Studie, zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein.
Do., 18. November 2010, 19.00 Uhr
Seit drei Jahren erarbeiten das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
(PIK) und das Institut für Gesellschaftspolitik (IGP) München im Auftrag von MISEREOR und der Münchner Rück Stiftung Strategien zur Bewältigung der Klima- und Armutskrise. Der Report "Global, aber Gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen" entwirft eine integrierte Gesamtlösung, durch die national und international Klimaschutz und Armutsbekämpfung wirksam, effizient und gerecht miteinander verbunden werden können. Neueste klimawissenschaftliche Erkenntnisse wurden dafür mit ethischen und entwicklungspolitischen Überlegungen sowie ökonomischen Modellrechnungen verbunden und mit Partnern im Süden diskutiert. Diese Erkenntnisse sind nicht nur ein wertvoller Beitrag zur internationalen Klimapolitik, sondern stellen auch das Energiekonzept der Bundesregierung in Frage.
Martin Kowarsch, Philosoph und Ökonom, ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IGP tätig. Gemeinsam mit Klima-Experten wie Prof. Ottmar
Edenhofer (Chefökonom am PIK und Vorsitzender im Weltklimarat IPCC, der 2007 den Friedensnobelpreis erhielt) erstellte er die Studie, deren spannendste Ergebnisse er vorstellen wird. Der Report wurde am 16.09.2010 in Berlin zusammen mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und dem Ökonomen Hans-Werner Sinn
erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Ausführliche Infos zur Studie unter
http://www.klima-und-gerechtigkeit.de/
im ROCCA Saal, Hauptstraße 134, 79211 Denzlingen
Der Eintritt ist kostenfrei, eine Spende wird erbeten
Die Ökologisch Demokratische Partei (ödp) freut sich auf viele Besucher. Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich auch die Landtagskandidatin der ÖDP für den Wahlkreis Emmendingen, Bettina Koch aus Denzlingen, vor.